Traumpfad: als Anfänger über die Alpen?! Teil 2

Traumpfad: als Anfänger über die Alpen?! Teil 2

Tag 4

Bevor wir am vierten Wandertag wieder zeitig aufgebrochen sind, haben wir uns beim Frühstück zu Christian (BitPoet) gesetzt und uns über die Weiterreise unterhalten. Da die Route über die Birkkarspitze sehr anspruchsvoll ist und das Wetter feucht und nebelig war, sagte Vika direkt, dass sie sich diesen Abschnitt nicht zutraut und wir entschlossen uns, die Umgehung über Scharnitz zu wählen. Also verabschiedeten wir uns von Christian, der als erfahrener und unerschrockener Gipfelstürmer den Weg über die Originalroute antrat. Einen großen Nachteil hat die Umgehung allerdings: sie ist unglaublich lang! Da Deedee die Umgehung bereits vor zwei Jahren aufgrund von Gewitter und Schnee kennenlernen ‚durfte‘, wusste er, was für ein riesen Hatscher das war. Und da der Weg nicht nur 38 km lang ist, sondern zudem sehr reizarm (Forstweg, wenig Aussicht wegen Nebel/Regen), entschieden wir uns einstimmig einen Teil des Weges mit einem Alpentaxi abzukürzen. So ließen wir uns nach den ersten guten 20 km per pedes von Scharnitz bis zur Kastenalm für satte 40 € kutschieren und belohnten uns dort mit einem riesigen Stück Nusskuchen. *hust* Dennoch kam unser Kreislauf ordentlich in Schwung, denn von dort ging der Weg sehr, sehr steil bergan und das über gute zwei Stunden. Auf dem Weg kamen wir an einer hübschen kleinen Alm vorbei, ganz aus dunklem Holz, in herrlicher Lage und mit vielen Blümchen davor und daran. Und ein Schild: „Liebe Wanderer, bitte gießt uns Blümchen, wenn ihr vorbei kommt.“ Einfach zuckersüß <3

Traumpfad München - Venedig
kleine Hütte zwischen Kastenalm und Hallerangerhaus

Im Hallerangerhaus angekommen gab es ein leckeres Essen und eine Dusche. Später lernten wir Anna und ihren Freund (Andreas?) kennen, die von der Bettelwurfhütte abgestiegen sind und nach Innsbruck wollten, um noch einen Klettersteig auszuprobieren.
Einige Zeit später traf auch Christian an der Hütte ein. Er hatte tatsächlich die Birkkarspitze erobert, jedoch wie leider vermutet ohne Aussicht… obwohl wir unterwegs immer wieder zum Gipfel hochgeschaut haben und ihm die Daumen gedrückt haben, dass die Wolken sich noch verziehen.
Wir verbrachten einen schönen und geselligen Abend mit Gitarrenmusik und dem ein oder anderen Entspannungsgetränk. Prost!
Nachdem Vika schnell ins Schlummerland eingetaucht ist, fing Mr. Superschnarcher an zu sägen. Und zwar so laut und wechselhaft, dass sich diverse Leute beschwerten und ärgerten, was den Schnarcher leider nicht beeindruckte. Deedee hat dann irgendwann doch noch zu den Ohrenstöpseln gegriffen und konnte dann auch endlich einschlafen. Zitat Zimmergenosse: „Achtung, Achtung: hier spricht die Schnarchpolizei!“. Das wirkte zu meinem Erstaunen wirklich. Allerdings nur eine Minute, dann ging es mit Inbrunst weiter 🙁

Hallerangerhaus
Blick vom Hallerangerhaus

 

Tag 5

In aller Frühe haben wir in der Runde vom Vorabend gemeinsam gefrühstückt und sind dann mit Christian zusammen zum Lafatscher Joch aufgebrochen. Es ging kräftig rauf über Schotter und Geröll bis auf 2081 m. Der Weg war anspruchsvoll, aber dadurch, dass es trocken war, sehr gut machbar. Zwischendurch wurde man mit wundervollen Aussichten und Sonnenschein belohnt.

Aufstieg zum Lafatscher Joch
Aufstieg zum Lafatscher Joch
Aufstieg zum Lafatscher Joch
Aufstieg zum Lafatscher Joch
AufstieAufstieg zum Lafatscher Jochg zum Lafatscher Joch
Lafatscher Joch: Das erste Mal über 2.000 m
Lafatscher Joch
Lafatscher Joch (mit Christian)

Der lange Weg ins Tal war z.T. steil, ging uns aber dennoch locker von der Hand, bzw. vom Fuß 😉

In Hall mussten wir dann eine wichtige und sehr schwierige Entscheidung fällen. Was das für eine Entscheidung war, das erfahrt ihr schon bald im nächsten Teil unseres Reiseberichtes:

Traumpfad: als Anfänger über die Alpen?! Teil 3

Bis bald ihr Lieben!

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