Kocher

Kocher

Kommen wir nun endlich mal zu den wichtigen Dingen des Lebens, dem Kochen. Denn die Veggie W├╝rstchen wollen gebraten werden ­čÖé Mit der Frage, welcher Kocher f├╝r’s Campen am besten geeignet ist, haben wir uns selbstverst├Ąndlich auch lange befasst, uns beraten lassen, Leute nach ihren Erfahrungen gefragt usw.

Der Markt bietet f├╝r unterschiedliche Anspr├╝che und Einsatzzwecke Reisender auch unterschiedliche Kocher an. Gaskocher, Spirituskocher oder Benzinkocher w├Ąren da als Beispiele zu nennen. Wir haben uns mit der ersten beiden M├Âglichkeiten besch├Ąftigt.

Spirituskocher

Der Spirituskocher bringt so einiges an Vorteilen mit sich. Der Brennstoff ist auf der ganzen Welt erh├Ąltlich und ist dazu auch noch sehr preiswert. Der Gebrauch eines Spirituskochers ist auch recht einfach, Spiritus in die daf├╝r vorgesehene ├ľffnung einf├╝llen und ab geht’s. Leider ist aber die Heizleistung dieses Kochers so gering, dass der Spiritus permanent nachgef├╝llt werden muss. Und da uns schon der Bulli mit 57 PS ordentlich entschleunigen wird, kann das Essen ruhig in einem schnellen Tempo vor sich hinbrunzeln. Im Verh├Ąltnis zu dem Verbrauch des Brennstoffs ist die Leistung des Kochers also extrem schwach, was das Ganze doch zu einer teuren Angelegenheit macht. Dazu kommt, dass nat├╝rlich Brandgefahr und starke Geruchsbildung entstehen, sollte von dem Brennstoff mal was daneben gehen. Besser nicht.

Gaskocher

Jetzt sind wir auch schon beim Gaskocher angelangt. Wo wir uns relativ einig waren, ist, dass wir keinen festen Gaseinbaukocher im Bulli haben wollen. Dies hat mehrere Gr├╝nde: zum einen sind wir vom Optischen der g├Ąngigen Koch/Sp├╝l Module nicht wirklich ├╝berzeugt und m├Âchten am Innenausbau das, was m├Âglich ist, selbst gestalten und zusammennageln. Auf der anderen Seite w├Ąren wir somit mit unserem Kocher nicht mobil und k├Ânnten z.B. bei herrlichem Wetterchen nicht drau├čen kochen. Das finden wir doof. Ganz abgesehen von der Geruchs- und Feuchtigkeitsbildung im Bulli. Weiter hat f├╝r uns dagegen gesprochen, dass ein fest eingebauter Kocher auch fest mit einer Gasflasche verbunden werden muss. Au├čerdem muss hierbei eine Abgasl├╝ftung nach Au├čen geschaffen werden (sprich durch die Wand oder den Boden vom Bulli). Die Gasanlage muss dann auch alle zwei Jahre durch den T├ťV gepr├╝ft werden. Diesen komplizierten Einbau mit allem, was sonst noch dazugeh├Ârt, wollten wir uns gern ersparen.

Unter den Gaskochern gibt es unter anderem die, die mit Kartuschen betrieben werden. Zwar bekommt man diese auch ├╝berall auf der Welt, was im Gegensatz zu einer Gasflasche positiv heraussticht, allerdings sind die Kartuschen klein und reichen h├Âchstens mal f├╝r zwei Wochen. Dabei sind diese verh├Ąltnism├Ą├čig teuer. Die gr├Â├čte Gaskartusche von Campingaz mit 2,75 kg kostet gef├╝llt etwa 90 Euro. Nicht zu vergessen ist der dadurch produzierte Abfall.┬á┬áHinzu kommt, dass das darin enthaltene Butan nicht mehr bei Temperaturen unter minus 0,5┬░C brennt.

Also haben wir uns f├╝r einen ganz klassischen, mobilen Kocher entschieden, der mit einer in Deutschland handels├╝blichen Gasflasche betrieben wird. Diese bekommt man z.B. mit 11 kg f├╝r etwa 50 Euro. Diese Menge wird uns bestimmt f├╝r mehrere Monate reichen. Und wenn nicht, kann diese f├╝r 10 Euro bef├╝llt werden. F├╝r den Einsatz der Gasflasche ben├Âtigt man noch einen Druckminderer, damit┬ádas Gas┬á risikolos und kontrolliert aus der Flasche entnommen werden kann.

Der Kocher, ein 2-Flammkocher von Campingaz ist, entgegen unserer Vermutung, nicht an Campingaz Kartuschen gebunden, sondern kann auch ganz normal mit Propangas aus der Flasche betrieben werden. Er verf├╝gt ├╝ber die sogenannten┬áXcelerate Brenner, die die Flamme vor Wind sch├╝tzen und somit weniger Gas verbrauchen (ob die vom Hersteller angegebenen 50% tats├Ąchlich stimmen, werden wir bald pr├╝fen :)). Uns war wichtig, dass das Ger├Ąt eine Z├╝ndsicherung hat, sprich, dass die Gaszufuhr unterbrochen wird, falls die Flamme erlischt. Dies ist besonders wichtig, wenn wir doch mal bei schlechten Wetterverh├Ąltnissen drin kochen m├╝ssen und ist auch Pflicht, wenn der Kocher im Fahrzeug nicht fest installiert ist und keine Abgasl├╝ftung hat. Was man noch unbedingt beachten muss, ist, dass die Gasflasche nach dem Gebrauch sicher verschlossen wird, also nicht mit dem Kocher verbunden ist und die Schutzkappe drauf ist. Nur so darf sie im Fahrzeug transportiert werden.

 

 

 

3 Gedanken zu „Kocher

  1. Hallo,
    sehr interessante Seite bzw. Blog. Ich nutze f├╝r meinen (privaten) Blog fast das selbe Theme und habe mich in den letzten Jahren genau wie ihr durch das Thema: Solar, Energiebedarf, Kocher und K├╝hlbox geschlagen ­čÖé
    Sch├Ân, wie ihr Euch Gedanken macht und diese auch noch teilt – da werdet ihr sicher dem ein oder anderen helfen.

    Beim Thema Kocher haben wir uns f├╝r Spirituskocher entschieden. Das hatte 2 Gr├╝nde – einerseits hatten wir , aus welchen Grund auch immer, Bedenken gegen├╝ber Gas.
    Der andere Grund war die einfache „Installation“ des Spirituskochers. Er ist maximal flexibel – wir kochen bspw. gerne drau├čen und brauchen im Bus ganz viel Platz (sind mit 3 Kindern unterwegs) – da f├Ąllt eine rel. gro├če Gasflasche schon auf.

    Die Heizleistung ist wahrlich etwas schlechter, aber nicht sooo schlecht, dass es (uns) nervt.
    Die Versorgung mit Spiritus ist zweigeteilt. Wenn es um irgendwelchen Spiritus geht, dann ja –> ├╝berall erh├Ąltlich. Wenn man welchen haben m├Âchte, der wenig ru├čt oder wenig D├Ąmpfe abgibt –> naja.

    Ich w├╝nsche Euch weiterhin viel Spa├č mit dem Bulli und werde sicher ab und zu mal vorbei schauen.
    Viele Gr├╝├če,
    HansB

    1. Hallo Hans,
      Danke f├╝r Deinen Kommentar und das Teilen Deiner Erfahrungen: sharing is caring!
      Bei uns war es eine knappe Entscheidung, ob jetzt Gas oder Spiritus.
      Falls Du magst, teile uns doch gern Deinen Blog mit. Wir freuen uns immer ├╝ber Austausch. Mit was f├╝r einem Mobil seid Ihr denn zu f├╝nft unterwegs?
      Liebe Gr├╝├če
      die Vagabullis

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