Solaranlage

Solaranlage

Prolog

Die auf dieser Seite befindlichen Links sind keine sogenannten „Affiliate Links„. Wir bekommen kein Geld dafür, wenn ihr diese Seiten besucht, oder dort etwas kauft. Wir haben diese Links hier veröffentlicht, weil wir dort etwas gelernt haben, und/oder sehr gut beraten worden sind. Wir möchten einfach die Quellen unserer Recherchen mit euch teilen, damit ihr euch ebenfalls tiefer in die Materie einarbeiten könnt, wenn ihr wollt.


„How to“ Schritt für Schritt Solaranlage

Die Solaranlage war bisher mit Abstand das schwierigste Thema:

  • wieviel Leistung brauchen wir?
  • welchen Ertrag liefert eine Anlage mit xy Wp pro Tag?
  • wie stark beeinflussen der Standort, die Jahreszeit, das Wetter den Ertrag?
  • wieviel Platz haben wir dafür zur Verfügung?
  • wie schwer sind die ‚Zutaten‘ der Anlage?
  • was sind überhaupt die minimal nötigen ‚Zutaten‘?
  • welchen Laderegler sollen wir kaufen?
  • welche Batterie/ welchen Batterietyp sollen wir nehmen?
  • fest auf dem Dach installiert, oder mobil zum Aufstellen?
  • ein flexibles Modul zum Aufkleben, oder ein festes Modul mit Rahmen?
  • welche Hersteller gibt es?
  • welche verschiedenen Technologien gibt es?
  • wie ist das Preis-/Leistungsverhältnis?
  • wie sind die Qualitätsunterschiede?
  • und viele weitere Fragen…

Wer von euch vielleicht etwas ähnliches planen sollte, kann sich ja an unserem „how to“Schritt für Schritt herunter hangeln.

 

Schritt 1: so haben wir uns (halbwegs) schlau gemacht

Zunächst haben wir zwei bis dreimal das ganze Internet durchgelesen, um uns einen groben Überblick zu verschaffen. Als Tipp haben wir auf einem Bullitreffen die Seite Amumot.de empfohlen bekommen. Der Betreiber dieser Seite ist selbst seit Jahren mit einem Reisemobil unterwegs. Er erklärt in seinen Ratgebern sehr gut und auch für Laien verständlich die Vor- und Nachteile diverser Technologien (Solarpanel, Laderegler, Batterietypen). Dabei verlässt er sich nicht nur auf die Herstellerangaben, sondern macht auch praktische Test, um die theoretischen Werte mit der Realität zu vergleichen. Die Seite beschränkt sich übrigens nicht nur auf Solaranlagen, sondern auf viele Aspekte des Lebens im Wohnmobil. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Natürlich haben wir auch noch diverse andere Quellen im Internet studiert und sind dann zu verschiedenen Händlern (Reimo in Bochum, Pieper in Gladbeck, Hahn in Dortmund) gefahren, um uns detaillierter zu Informieren. Zusätzlich waren wir auf der Reise und Camping Messe in Essen, in der Hoffnung weitere Erleuchtung und vielleicht sogar ein Messe Schnäppchen zu bekommen. Hier sind wir auf die Hersteller Phaesun und Büttner aufmerksam geworden. Auf der Seite von Büttner gibt es auch wirklich viele Infos zu Solaranlagen. Beim Messestand der Firma Büttner haben wir zudem das Buch „Solarstrom im Reisemobil“ (ISBN 3-9809439-9-2) bekommen, welches viele Infos auf anschauliche Weise und leicht verständlich beinhaltet.

 

Schritt 2: unsere Anforderungen bestimmen

Um zu wissen, was wir brauchen, mussten wir zuerst mal überschlagen, was wir an Strom verbrauchen werden. Also erstmal eine Liste mit allen geplanten Verbrauchern anfertigen:

  • Kühlbox
  • Handyladegeräte
  • Tablet/Laptop
  • Licht
  • Wasserpumpe
  • Fotokamera
  • Musikbox
  • Standheizung

Dann heraussuchen, wie viel diese Geräte verbrauchen und wie lange am Tag sie in etwa an sein werden. Diese Werte findet man entweder auf den Geräten selbst, bzw. deren Netzteilen, oder aber im Internet in den Produktbeschreibungen. Bei der Kühlbox ist es etwas tricky, da man nicht so gut abschätzen kann, wie lange am Tag der Kompressor laufen wird, aber auch dazu gibt es zum Glück von einigen Herstellern Richtwerte. Dann nur noch den Verbrauch mit der Dauer multiplizieren und man hat den Stromverbrauch berechnet. Unsere vervollständigte Liste sah dann so aus:
(P=U*I => I=P/U: Physik Unterstufe ;))

  • Kühlbox
    32 W bei 12 V entspricht 2,66 A
    Laufzeit laut Hersteller etwa 30% bei Innen 5°C, wenn Aussen 30°C sind, also 7,2 h am Tag
    2,66 A mal 7,2h ergibt 19,2 Ah
  • Handyladegeräte
    2 Handys, Ladedauer geschätzt 3h, 2A Verbrauch, jeden 2. Tag laden
    2 A mal 3 h = 6 Ah
  • Tablet/Laptop
    5 A, 2,5 h pro Tag = 12,5 Ah
  • Licht
    2A, ca. 4 h pro Tag = 8 Ah
  • Wasserpumpe
    2,2 A, etwa ne Viertelstunde am Tag = 0,55 Ah
  • Fotokamera
    2 A * 2 h = 4 Ah
  • Musikbox
    2 A, 4,5 h Ladezeit jeden dritten Tag macht 3 Ah
  • Standheizung
    schwierig zu bestimmen, mit Google und Schätzeisen: 10 Ah

Macht also in der Summe 63,25 Ah pro Tag.
Nun kann man sagen, dass die Kühlbox nur noch mit 20% Laufzeit angegeben ist, wenn es draussen nur 20°C sind, sprich im Winter wird sie viel weniger verbrauchen… und im Sommer wird die Standheizung wohl weniger laufen,… und Licht braucht man im Winter auch mehr,… Man sieht, es gibt viele Unsicherheiten. Deshalb rechnen wir einfach mal mit diesem Wert weiter, bzw. runden auf 65 Ah pro Tag auf.

 

Größe der benötigten Solaranlage bestimmen

Jetzt muss dieser Verbrauchswert irgendwie umgerechnet werden in eine dazu passende Solaranlage. Man kann leider nicht einfach sagen: Tag = 12 h, 65 Ah / 12 h = 5,42 A; 5,42 A * 12 V = 65 W => die Solaranlage muss 65 W haben, also kaufe ich mir eine Anlage mit einem 65 Wp Panel. Das funktioniert so einfach leider nicht! Hier ist man mit den theoretischen Berechnungen leider am Ende. Weshalb? Die Panel-Leistung sind immer in Wp (Watt peak) angegeben. Das bedeutet, dass das Panel unter bestimmten Umständen diese Leistung erbringen kann. Diese Umstände sind volle Kanne in und senkrecht zur Sonne und 25 °C Temperatur. Das werden wir on the road wohl so gut wie nie genau so haben. Die Sonne steht nur Mittags etwa senkrecht zur Solaranlage und gerade im Winter steht die Sonne viel tiefer als im Sommer, und wenn man im Norden unterwegs ist, steht die Sonne viel flacher als im Süden, außerdem verringern Wolken und Nebel den Ertrag drastisch, ebenso schon geringe Abschattungen durch Bäume, oder Ähnliches… Hier sind also Erfahrungswerte gefragt. Erfahrungswerte, die wir leider nicht haben 🙁 Durch Recherchen im Internet und Büchern haben wir herausgefunden, dass wir für Frühling und Herbst mit einem mittleren Tagesertrag von etwa 27,5 Ah pro 100 Wp Solarmodul rechnen können. Im Sommer kann dieser auf ca. 37,5 Ah ansteigen. Im Winter dann allerdings deutlich weniger.
Rechnen wir der Einfachheit halber mal mit den 27,5 Ah, würden wir für die benötigten 65 Ah eine Solaranlage mit 236 Wp benötigen. Im Sommer bei 37,5 Ah Ertrag pro 100 Wp wären es immerhin noch 173 Wp. Weil wir ja auch zusätzlich einigermaßen viel unterwegs sein werden und somit die Batterie dabei durch die Lichtmaschine geladen wird, können wir diese errechneten Werte etwas reduzieren. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor ist natürlich auch der Preis so einer Anlage. Deshalb haben wir uns mit Blick aufs Portemonnaie für eine 160 Wp Anlage entschieden. Das ist auch ein Wert, wie er uns bei Reimo und in Bernd Büttners Buch als ausreichend vorgeschlagen wurde.
Es gibt spezielle Solarmodule, die mit mehr als den konventionellen 36 Zellen ausgestattet sind. Diese sollen ertragreicher und unempfindlicher gegen Abschattung sein (z.B. die Blackline oder CIS Module von Büttner). Diese Module sind jedoch auch deutlich teurer und deshalb haben wir uns im Endeffekt dagegen entschieden.

Wir haben uns auch lange gefragt, ob wir ein Modul mit festem Rahmen, oder flexibles Modul zum Aufkleben verwenden sollen. Wir haben uns aus zwei Gründen für ein festes Modul entschieden:
1. das feste Modul kann auf dem Dachträger montiert werden und lässt sich leicht wieder demontieren/wiederverwenden. Ein flexibles, geklebtes Modul eher weniger bis gar nicht (zerstörungsfrei).
2. je heißer das Modul wird, umso weniger Leistung erbringt es. Das kann dazu führen, dass sich ein direkt auf das Autodach geklebtes Modul in der prallen Sonne schnell soweit aufheizt, dass es kaum noch Ladestrom liefern kann. Ein festes Modul hat hinten Luft und heizt sich dadurch nicht so sehr auf, sprich die Leistung wird nicht so stark reduziert.

Unsere Wahl fiel dann aufgrund eines guten Messepreises auf das 160 Wp Sun Peak Modul von Phaesun.

Außerdem haben wir Wert auf einen MPPT Regler gelegt, der nur unwesentlich teurer ist als ein herkömmlicher PWM Regler, dafür aber einen höheren Ertrag liefert. Angepriesen werden die MPPT Regler mit bis zu 20% mehr Ertrag. Amumot hat einen Praxistest dazu gemacht und herausgefunden, dass der Mehrwert zwar nicht wirklich 20% beträgt, es sich aber dennoch lohnt.

Bei der Batterie hätten wir natürlich gern eine LiFePo4 (Lithium) Batterie genommen, da diese im Vergleich zu Säurebatterien besonders leicht und mit extrem hoher Kapazität sind. Lithium Batterien kann man ohne Probleme bis auf 10% Restkapazität ausschöpfen, während AGM und Nassbatterien ohne starken Verschleiß nur bis 50% der angegebenen Kapazität genutzt werden können. Sprich: bei einer Nicht-LiFePo4 Batterie mit 100 Ah können vereinfacht gesagt effektiv nur 50 Ah genutzt werden. Alles andere würde diese Batterien sehr stark in ihrer Lebensdauer und Kapazität beeinträchtigen. Ausführlich kann man diese Dinge ebenfalls bei Amumot nachlesen. Leider kostet so eine superspecialawesome-Batterie jedoch fast 1.000 Euro (90 Ah), dazu braucht man dann noch ein Batteriemanagementsystem für um die 250 Euro,… das war uns dann doch leider zu viel Asche.
Wir haben eine 90 Ah AGM Batterie gewählt. Wieso AGM? Weil AGM Batterien im Gegensatz zu (Säure-) Nassbatterien keine Gase verströmen und besonders zyklenfest sind. Zyklenfest bedeutet, dass sie besonders oft geladen und wieder entladen werden können, bevor sie kaputt gehen.

Und, wer hat bis hierher durchgehalten? 😀 😉

 

 

 

19 Gedanken zu „Solaranlage

  1. Genau so ist es, wie auf der Hymerseite beschrieben, eine 95Ah AGM als zweite Wohnraumbatterie. Die Infos mit dem Ladebooster habe ich vom Händler, vermutlich meint er tatsächlich „nur“ das 18A Ladegerät. Ich habe ihn dazu mal angeschrieben. Vom Setup her: Wenn die zweite Batterie an die erste angeschlossen wird, dann (so verstehe ich das) muss man den Landstrom, die Solaranlage und den Ladebooster an die erste Batterie anschließen. Damit wird doch dann die zweite Batterie mit versorgt, oder?
    P.S. Ich bin aus München

    1. Das kommt drauf an, wie das alles verkabelt ist. Ich vermute, die WBs sind parallel geschaltet, aber Vermutungen bringen uns jetzt nicht weiter. Wir brauchen jetzt erstmal ein paar Fakten:
      – welche Komponenten sind alle vorhanden (Batterien, EBL, Booster, Stärke Lima, Trennrelais, 230 V Ladegerät, etc)
      – wie sind die verdrahtet
      Alles andere wäre wohl Glaskugel…

      1. mmhh, also das was ich bisher weiß:

        – Starterbatterie Ah?
        – Zwei Varta AGM Wohnraumbatterien jeweils 95Ah, „zweite ist an die erste geschaltet“ (Zitat Händler)
        – Batterieladegerät LAS 1218 BUS der Fa. Schaudt
        – EBL 30 der Fa. Schaudt
        Und dann wohl noch den ominösen 18A Zusatzlader für die 2. Batterie. Scheinbar ein reines 230V Ladegerät. Der EBL 30 schafft (so wie ich das verstehe) ebenfalls 18A, was dann für zwei Batterien wohl zu wenig wäre (9,5% der Gesamtkapazität). Aber da streiten sich auch die Geister.
        Und da stoße ich mit meinem Wissen auch an Grenzen…. 🙂

          1. Hi Michael,
            so wie ich es aus der Hymer Seite und Foren herausgelesen habe, hat der EBL 30 ein 18 A Ladegerät, und wenn man eine zweite Wohnraumbatterie dazu nimmt, gibt es ein zusätzliches 18 A Ladegerät.
            Gibt es denn bei Dir irgendeine Verbindung von Lichtmaschine zu den Wohnraumbatterien? Über den EBL 30? Kenne mich mit diesen EBLs nicht aus…
            Grüße!

  2. Ihr seid großartig. Das ist ja sehr spannend, schon ein wildes Thema. Bisher sind wir so gereist, dass immer Landstrom zur Verfügung stand. Aber nun, mit dem neuen Wohnmobil, möchte ich ganzjährig unterwegs sein, auch beruflich. Ich werde sicherlich häufiger autark bleiben (müssen), immer wieder auch längere Strecken fahren. Daher kam mir die Idee mit dem Booster. Und wie das so ist bei einer Neuanschaffung will man da ja alles richtig machen….. Das Hymer eigene Solarsystem ist allerdings im Preis-Leistungsbereich nicht akzeptabel (ich weiß, Hymer ist generell eher eine Apotheke). Vielen lieben Dank nochmal. Aktueller Stand also: Das Phaesun Modul Sun Peak 160Wp, WRM 15 dual und evtl. den MT BCB 30/30/20 IUoU. Und natürlich noch so ein Batterie Monitor.

    P.S. Ihr solltet Eure Seite tatsächlich mit einer Art Shop erweitern. Die Kastenwagen/Bulli-Ausbau Welle hat gerade erst begonnen. Ich bin zu 100% überzeugt, dass es ein riesiges Zukunftsthema wird.

    1. Hi Michael,

      mit Deiner Auswahl bist Du ja dann für Alles gewappnet:
      – mit genügend Sonne ist Alles kein Problem
      – bei zu wenig Sonne kannst Du bei der Fahrt effizient laden (Booster)
      – bei zu wenig Sonne und längerer Zeit an einem Standort kannst Du via 230 V laden
      Ob Du jetzt einen Batteriemonitor unbedingt brauchst, könnte man diskutieren. Der WRM 15 zeigt die wichtigsten Daten auch an (Spannung der Batterie, Spannung vom Panel, aktueller Ladestrom, aktueller Stromverbrauch,…).

      Was den Shop angeht, so werden wir soetwas glaube ich nicht machen. Wir wollen diesen Blog ja im Grunde nur für unsere Daheimgebliebenen und andere Interessierte machen, um sie an unserer Reise / unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Dass wir uns für den Ausbau soviel Know-how aneignen mussten, hätten wir vorher auch nicht gedacht. Aber wenn man sich schonmal Gedanken zu diversen Themen macht, dann wollten wir das für Leute, die Ähnliches vorhaben auch hier festhalten, als Hilfe.
      Wir möchten den Blog frei von Werbung, Affiliaten, oder sonstigen Dingen halten, mit denen man Geld verdienen könnte. Zwar ist Geld immer gut, aber wir finden, sobald man bestimmte Produkte/Marken anpreist, verliert man viel an Authentizität. Und wir wollen nicht in Verdacht geraten, irgendetwas zu schreiben um zu verkaufen. Wenn wir hier Produkte, Marken, o.ä. namentlich erwähnen, dann nur, weil wir damit gute Erfahrungen gemacht haben, nicht, weil wir daran verdienen. btw.: nur, weil wir mit Produkt xyz zufrieden sind, heißt das ja auch lange noch nicht, dass Produkt abc nicht doch viel besser ist. Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, dass wir die Nonplusultra-Checker auf irgendeinem Gebiet sind und den kompletten Markt in- und auswendig kennen.

      LG
      Vicky und Deedee

      1. Das ist natürlich sehr löblich und auch absolut nachvollziehbar. Könnt Ihr mir noch bei einem evtl. Denkfehler helfen? Das von Euch beschriebene VBCS Triple Teil regelt EINE Starterbatterie und EINE Wohnraumbatterie. Ich habe aber zwei Wohnraumbatterien. Wie funktioniert das?

        1. Hi Michael,
          Du hattest weiter unten geschrieben, dass Du eine 95 Ah AGM Wohnraumbatterie hast.
          Wie sind die Batterien denn aufgeteilt? Sind die Wohnraumbatterien genau identisch? Gleiches Modell? Gleicher Hersteller? Gleiches Alter? Gleicher Typ? Gleiche Kapazität? Hast Du dann 2x 95 Ah? oder 2x 42,5 Ah? Bring Licht ins Dunkel 😉

          1. Ups, da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Es gibt eine zweite Wohnraumbatterie, die über einen Ladebooster an die erste Batterie angeschlossen ist. Es sind zwei Varta 95Ah. Ich bekomme den Wagen erst in vier Wochen, es ist alles nagelneu. Kann ich Euch wenigstens einen Prosecco zukommen lassen?

          2. Du hast also eine Starterbatterie (SB), die von der Lichtmaschine geladen wird.
            Dann hast Du zwei identische Wohnraumbatterien (WB) jeweils 95 Ah AGM.
            WB 2 ist via Ladebooster an WB 1 angeschlossen.
            Eine Verbindung von Starterbatterie/Lichtmaschine gibt es nicht!?
            Eine Solaranlage gibt es (bisher) nicht!?
            Wie ist das Laden der Wohnraumbatterien in Deinem aktuellen Setup geplant? Via 230 V Ladegerät an WB 1 und von dort aus weiter via Ladebooster zur WB 2?
            Bist Du sicher, dass das Setup genau so ist wie oben beschrieben? Ladebooster zwischen WB 1 und WB 2 bei identischen WBs? Klingt für mich erstmal ungewöhnlich. Wenn Du den Wagen noch nicht hast: woher hast Du die Informationen? Will Dir jetzt keine falsche Hilfestellung aufgrund falscher Informationen geben, das wäre sehr ärgerlich für Dich.
            Prosecco? Von wo kommst Du denn? 😉
            Grüße!

            P.S. habe gerade mal auf der Hymer Seite geblättert: meinst Du mit Ladebooster die Option „Zweite Wohnraumbatterie (95 Ah AGM) inkl. Zusatzlader 18 A“? Ich glaube das wäre dann nicht ein Ladebooster im eigentlichen Sinn, sondern ein Zusatzladegerät.

    1. Hallo Michael,
      das 12 VDC steht für 12 Volt Gleichstrom, 24 VDC dementsprechend für 24 Volt Gleichstrom. Normale Autos und unser Bulli und ich vermute auch die „normalen“ Wohnmobile haben 12 V Batterien und dementsprechend auch 12 V Verbraucher (Radio, Pumpen, Licht, Anlasser, Kühlboxen,…). LKWs haben z.T. 24 Volt Bordelektrik.
      Für ein Fahrzeug mit 12 V Bordnetz muss man also die 12 VDC Varianten wählen.
      Schöne Grüße!

          1. Nein, ich baue nicht direkt aus. Ich habe ein Wohnmobil (Hymer exsis-t588) und möchte nachrüsten.

          2. Hey Michael,
            jetzt müssen wir etwas weiter ausholen 😀 Um zu wissen, was für Dich gut wäre, müssten wir erstmal klären, wie Du reisen willst. Was genau sind denn Deine Anforderungen? Willst Du längere Zeit autark unterwegs sein? Oder steuerst Du immer Campingplätze an und hast dort regelmäßig 230 V zur Verfügung?
            Das Gerät, was Du verlinkt hast hat KEINE Ladereglerfunktion für ein Solarpanel. Du bräuchtest dann dazu noch einen Solarladeregler.
            Der Büttner MT BCB 20/20 IUoU ist eine Kombination aus Ladebooster (= optimiertes Laden der Bordbatterie während der Fahrt mit Hilfe der Lichtmaschine) und ein Ladegerät, welches über 230 V Landstrom die Batterie lädt. Er hat mit Solar nichts zu tun.
            Wenn Du ein Kombigerät suchst, was alle drei Funktionen beinhaltet (Solarregler + Ladebooster (Lichtmaschine) + Ladegerät (230 V)), dann gibt es Geräte wie z.B. diese hier von Votronic: http://votronic.de/index.php/de/produkte2/geraete-kombination-vbcs-triple/standard-ausfuehrung
            Büttner sind schon gehobene Klasse, und damit auch gehobener Preis. Votronic sind auch sehr gute Produkte, aber einen Tacken günstiger.
            Wenn Du fast immer 230 V Landstrom hast, brauchst Du die Booster-Funktion nicht unbedingt, wenn Du allerdings kaum Landstrom hast, brauchst Du die ’normale‘ Ladefunktion über 230 V eigentlich nicht.
            Wir wollen ja ganz auf 230 V verzichten, deshalb brauchen wir diese 230 V Ladefunktion nicht. Wir werden uns zu dem Solarregler noch diesen Booster kaufen: https://www.amumot-shop.de/ladebooster-votronic-12v-30a Mit 160 Euro fällt der nicht so ins Gewicht 😉
            Also: wie wirst Du reisen? Wie oft wirst Du 230 V zur Verfügung haben? Wirst Du lange an einem Platz bleiben, oder spätestens alle paar Tage einige hundert Kilometer fahren?
            Viele Grüße
            die Vagabullis
            P.S. für Deine 95 Ah AGM Batterie könnte der MT BCB 20/20 IUoU etwas schwach auf der Brust sein. Du solltest überlegen, ob Du dann nicht auf die nächst höhere Variante gehst, den MT BCB 30/30/20 IUoU.

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